Stellungnahme zu den Schriftzügen „Amokalarm“

Sehr geehrte Eltern und Sorgeberechtigte,
liebe Schüler:innen,

bereits am vergangenen Donnerstag, den 3. Februar 2022, informierte die Schulleitung des Gymnasiums die Polizeiwache Konz darüber, dass auf einer Schultoilette ein Schriftzug festgestellt wurde, der das Wort „Amokalarm“ enthielt.
Am darauffolgenden Freitag wurden ähnliche Schriftzüge auf einer Schultoilette der Realschule plus festgestellt, die jedoch aufgrund der ersten Ermittlungen der Polizei mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem anderen Urheber stammen dürften.

Die polizeilichen Ermittlungen wurden durch das „Gemeinsame Sachgebiet Jugend“ im Haus des Jugendrechts Trier übernommen.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand gehen die Ermittler nicht davon aus, dass es sich hierbei um eine ernst gemeinte oder ernst zu nehmende Androhung eines sogenannten Amoklaufs handelt.

Die Schulleitungen und die Polizei nehmen die Schriftzüge dennoch ernst. Neben bereits erfolgten Spurensicherungsmaßnahmen arbeitet die Polizei aktuell eng mit den betreffenden Schulleitungen zusammen, um den zugrundeliegenden Sachverhalt aufzuklären und den oder die Verantwortlichen zu ermitteln.

Die Polizei hat Strafverfahren wegen des Verdachts eines Vergehens gegen die öffentliche Ordnung sowie wegen Sachbeschädigung eingeleitet.
Aus präventiven sowie Ermittlungsgründen werden in der laufenden Woche verschiedene polizeiliche Maßnahmen durchgeführt, wodurch es vereinzelt zu sichtbarer Präsenz der Polizei am Schulgelände kommen wird. Hierauf sollte die Schul- und Elterngemeinschaft nicht beunruhigt reagieren.
Hinweise in dieser Sache werden an das Gemeinsame Sachgebiet Jugend, 0651/20 15 75 – 39 bzw. 0651/20 15 75 -10 erbeten.

Aus gegebenem Anlass, auch im Hinblick auf den Vorfall vom vergangenen Donnerstagmorgen, bei welchem ein 23-jähriger Mann durch Messerstiche schwer verletzt wurde, richtet die Polizei nochmals einen ausdrücklichen Appell an die Eltern, ihre Kinder dahingehend zu sensibilisieren, dass bereits das bloße Übersenden oder Weiterleiten von Bild-, Ton- oder Videodateien, insbesondere solche mit gewaltdarstellenden oder intimen Inhalten, diverse Straftatbestände erfüllen können und die jeweiligen Geschädigten nicht selten schwerwiegende Konsequenzen erleiden.

Darüber hinaus hält sich zurzeit hartnäckig das Gerücht, das Opfer der Messerattacke sei seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen. Dies ist (Stand 7.2. 15.30 Uhr) nicht zutreffend!

Wir, die Realschule plus und Fachoberschule Konz, distanzieren uns von jeglicher körperlicher Gewalt, die in den letzten Tagen und Wochen auf unserem Schulgelände passiert ist. Dies trifft auch auf die seelische Gewalt zu, die in sämtlichen sozialen Medien tagtäglich vorkommt.

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