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Die SV stellt sich vor

Was bedeutet SV?

Die Abkürzung SV steht für Schülervertretung.[1] Damit gemeint sind alle Klassensprecher (und deren Vertreter), die innerhalb einer Klasse demokratisch zu Schuljahresbeginn gewählt wurden. Zu den Aufgaben eines Klassensprechers gehört es, sich sozial für die Belange seiner Klasse einzusetzen. Das setzt besonderes soziales Engagement und Freiwilligkeit voraus, denn es ist keineswegs selbstverständlich, dass sich heutzutage Menschen für andere einsetzen. Der Klassensprecher ist also so etwas wie ein Politiker der Klasse. Da Politiker gewählt werden, kann man sie auch abwählen, wenn man mehrheitlich mit deren Leistungen nicht einverstanden ist. Das ist auch Demokratie.

Alle Klassensprecher zusammen nennt man Klassensprecherversammlung. Hier kommen dann alle Klassenpolitiker zusammen und wählen den Verbindungslehrer und ihren eigenen Vorstand. Bei den sogenannten SV Sitzungen trifft sich dann künftig immer die Klassensprecherversammlung, um über schulische Belange zu diskutieren. Ziel ist es immer, dass einer im Interesse der Gruppe spricht und deren Anliegen vorträgt, denn kein Raum wäre groß genug, um alle Schüler gleichzeitig darin unterzubringen. Daher ist es nur vernünftig, die Zahl der Sprecher zu reduzieren. Außerdem endet die Arbeit einer SV nicht in der eigenen Schule, sondern es gibt auch eine Landesschülervertretung, die sich aus den Schülersprechern einzelner Schulen zusammensetzt und versucht, Probleme gemeinsam anzupacken und zu lösen. Nie darf man bei dieser Arbeit vergessen, dass man immer für die Gruppe spricht und nicht für sich selbst. Wer im aktuellen Schuljahr gewählt wurde, wird stets durch einen Aushang bekanntgegeben.

Schülersprecher ist Robin Zimmer (Klasse 12A)

Warum gibt es überhaupt eine SV und welche Aufgaben hat sie?

In unserem Land war es nicht immer selbstverständlich, dass  Schüler das Recht hatten, an der Entwicklung von Schule aktiv teilzunehmen. Etwa zur Zeit des Ersten Weltkrieges entstanden die ersten Gruppen von Schülern, die kritisch waren und Verbesserungsvorschläge für das damalige Schulsystem äußerten, das natürlich an die fragwürdige Politik von damals gekoppelt war. Heute ist es Gesetz, dass Schüler dieses Recht auf Mitsprache haben, was aber in den meisten Fällen noch nicht ausreichend wahrgenommen wird. Es liegt an der SV, das zu ändern.

Wer jetzt denkt, durch sein Engagement könne er gleich die ganze Welt ändern, muss allerdings etwas enttäuscht werden. Es ist klar festgelegt, welche Aufgaben und Rechte eine SV hat und wirkliches Mitbestimmungsrecht hat eine SV – leider – nur in sehr wenigen Fällen. Warum also überhaupt mitmachen?

Der erste Grund wäre ganz einfach: Wer nicht versucht, etwas zu verbessern, darf sich auch nicht beschweren, wenn einem etwas nicht passt. Aber hier ein paar Ideen, bei denen die SV problemlos etwas zur Verbesserung des Schullebens beitragen kann:

Unsere Ziele:

  • Umgestaltung der Schule ( Toiletten und Atrium)
  • Graffiti-AG
  • Sportveranstaltungen

Das klingt sicher erstmal alles nach guten Möglichkeiten, das Schulleben zu verbessern, aber das geht natürlich nicht, wenn sich keiner bereit erklärt, diese Aufgaben auch zu übernehmen. Das wirft die Frage nach der Rolle eines Verbindungslehrers auf.

Für was sind Verbindungslehrer zuständig?

Die Verbindungslehrer (bei uns sind es stets zwei) werden jährlich neu durch die Klassensprecherversammlung gewählt. Diese begleiten euch während der SV Sitzungen, helfen bei der Organisation eurer Vorhaben und stehen auch als Kummerkastentante zur Verfügung. Das heißt, wenn ihr ernsthafte private oder schulische Probleme habt, könnt ihr euch, wenn ihr mögt, stets vertrauensvoll an eure Verbindungslehrer wenden. Diese haben Schweigepflicht (verraten eure Geheimnisse also nicht weiter) und werden immer zunächst mit euch gemeinsam überlegen, wie man vorgehen könnte, um ein Problem zu lösen. Es ist allerdings nicht Hauptaufgabe eines Verbindungslehrers, bei Schülerstreitigkeiten zu schlichten, denn dafür haben wir an unserer Schule ein Team hervorragend ausgebildeter Streitschlichter, die man in jeder 2. Pause aufsuchen kann. Solltet ihr aber unlösbare Konflikte haben, dürft ihr trotzdem jederzeit kommen, um einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Der Schulalltag lässt es einfach nicht zu, dass wir einen festen Termin in der Woche anbieten und es geht natürlich auch nicht, dass man diesen Termin dazu ausnutzt, nicht am Unterricht teilzunehmen. Es sollte euch also ernst sein, wenn ihr Hilfe sucht; dann lässt sich auch sicher sehr schnell ein Termin finden. Frau Otto und Herr Schmidt begleiten und unterstützen die SV in diesem Jahr als Verbindungslehrerteam und stehen euch nach Absprache zur Verfügung.

Noch Fragen an die SV?

Da die Klassensprecher quasi das Verbindungskabel zwischen euch und der SV sind, werdet ihr nicht nur über euren Klassenpolitiker über die ständige Arbeit der SV informiert, sondern ihr könnt eure Wünsche und Fragen auch an euren Klassensprecher richten, der dann in eurem Namen während der nächsten SV Sitzung euer Anliegen vortragen kann.

Auf dauerhaft gute Zusammenarbeit

eure SV


[1] In diesem Informationsschreiben sind stets Männer und Frauen gleichermaßen gemeint. Aus sprachlichen Gründen der besseren Lesbarkeit wird aber nur die männliche Form verwendet.